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Atmosphärenphysik in Wuppertal

Die Erdatmosphäre und ihre Zukunft

Die Atmosphäre hat sich in Jahrmillionen ständig verändert und verändert sich auch heute zusehends. Die meisten Änderungen wurden und werden durch natürliche Prozesse ausgelöst, sind also nicht vom Menschen zu beeinflussen. Für andere Veränderungen, die vor allem in den letzten 100 Jahren zu beobachten sind, wie z.B. die Emission von Treibhausgasen oder Fluorchlorkohlenwasserstoffen, ist alleine der Mensch verantwortlich. Da wir auf absehbare Zeit nur diesen Planeten als Wohnort zur Verfügung haben, da wir und alle nachfolgenden Generationen mit und in dieser Erdatmosphäre leben und überleben müssen, müssen wir alles daran setzen, diese Veränderungen zu verstehen und die Ursachen dafür aufzuklären. Erst dann sind verlässliche Vorhersagen darüber möglich, wie sich die Erdatmosphäre in näherer oder fernerer Zukunft weiterentwickeln könnte. Erst dann wird es möglich sein, Maßnahmen zu entwickeln, um diesen Änderungen sinnvoll gegenzusteuern, und das so, dass wir nicht an anderen Stellen neue und möglicherweise gravierendere Probleme erzeugen.

Wissen als sicheres Fundament

Das bedarf eines sicheren Fundaments, und das kann nur „Wissen“ sein. Wissen über die physikalischen und chemischen Prozesse in der Atmosphäre, Wissen über die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Systemen, der Erdoberfläche, der Biosphäre, den Ozeanen, den Eisflächen und der Atmosphäre, aber auch Wissen über die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Stockwerken der Atmosphäre selbst. Auch äußere Einflüsse wie Schwankungen in der Solarkonstante, Variationen in der Intensität des Sonnenwindes oder der kosmischen Strahlung sind möglicherweise von Bedeutung. Dieses Wissen kann letztlich nur aus Beobachtungen kommen.

Die Atmosphärenphysiker in Wuppertal (Atmosphärenphysik als Schwerpunkt)

Die Bergische Universität Wuppertal hat als einzige nordrhein-westfälische Universität die Atmosphärenphysik zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht. Die Arbeitsgruppe Atmosphärenphysik beschäftigt sich mit der Erforschung physikalischer Prozesse in der Erdatmosphäre vom Erdboden bis zur Hochatmosphäre. Wir nutzen dazu bodengebundene Messgeräte sowie Messgeräte auf Zeppelinen, Flugzeugen und Satelliten. Wir arbeiten an diesen Fragestellungen in einer Vielzahl von Projekten in enger Kooperation mit Universitäten im In- und Ausland und mit den Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft und Max-Planck-Instituten.

Hurricane Francis

aufgenommen von Mike Fincke an Bord der Internationalen Weltraumstation ISS am 27. August 2004

Polare Stratosphären Wolken (PSCs)

aufgenommen während der RECONCILE Kampagne am 10. Januar 2010 in Kiruna, Nordschweden.

Nachtleuchtende Wolken

aufgenommen von Mika Yrjölä im August 2003.
Das Bild zeigt helle Nachtleuchtende Wolken über Lake Saimaa, Finnland.